Handlungsfelder

Das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln

Diese Rechte zählen zu den klassischen Freiheits- und Mitwirkungsrechten. Sich eine Meinung zu bilden, sich mitzuteilen und sich zu versammeln bedingt unter anderem, dass man Zugang zu Informationen hat. Im Zeitalter der digitalen Medien und dem fast uneingeschränkten Zugang zu Informationen ist es zwar wichtig, dass Kinder diesen Zugang erhalten, es ist jedoch genau so wichtig, dass Informationen entwicklungs- und altersgerecht vermittelt werden. Dies bedeutet, dass sowohl die privaten Anbieter als auch der Staat dazu aufgefordert sind, ihre Informationen altersgerecht aufzubereiten und Bildungsangebote für den Umgang mit Informationen und Medien zu fördern.


Das Recht, seine Meinung zu äussern und gehört zu werden ist ebenfalls eines der Prinzipien der Konvention, das bei der Anwendung aller Rechte von Kindern in allen Lebensbereichen berücksichtigt werden sollte. Dies kann beispielsweise einen Schulhausneubau oder -umbau, eine Spielplatzgestaltung oder Fragen des Verkehrs in einem Quartier betreffen. Eine besondere Bedeutung hat das Recht auf Meinungsäusserung und Gehör in allen rechtlichen Verfahren und bei Entscheidungen, die von Behörden oder Gerichten getroffen werden und die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen betreffen: Sei dies bei einer Trennung oder Scheidung der Eltern, bei Fremdplatzierungen bei einer Kindesschutzmassnahme aber auch bei schulrechtlichen oder ausländerrechtlichen Entscheiden. Kinder und Jugendliche sollten sich daher darauf verlassen können, dass die Verantwortlichen bei allen Entscheidungen, die sie direkt oder indirekt betreffen, ihre Meinung anhören und entsprechend berücksichtigen.

Lesen Sie weiter:

Die UN-KRK im Wortlaut.

«Warum kommt Aatifa nicht mehr in die Schule?»

UN-Kinderrechtskonvention:
Art. 28, Recht auf Bildung
Art. 11, Schutz vor rechtswidriger Ausschaffung