Handlungsfelder

Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause

Die Verantwortung für die Fürsorge und Erziehung des Kindes obliegt in erster Linie den Eltern. Ergänzend haben die staatlichen Institutionen die Aufgabe, die Bezugspersonen des Kindes dabei zu unterstützen. Können Eltern ihre Verantwortung nicht wahrnehmen, hat der Staat die Verpflichtung, eine dem Wohl des Kindes entsprechende familienergänzende Massnahme zu ermöglichen. Eine weitere Aufgabe ist dafür zu sorgen, dass Kinder, die nicht mit der eigenen Familie leben, dennoch den für sie wichtigen Kontakt pflegen können. Dieses Recht kommt vor allem dann zum Tragen, wenn ein Kind von seiner Familie oder einem Elternteil getrennt ist, sei dies, wenn ein Elternteil mit einem Kind ins Ausland zieht oder wenn ein Kind im Rahmen einer Kindesschutzmassnahme in einer Pflegefamilie oder einem Heim lebt. Die staatlichen Institutionen haben in diesen Fällen die Verpflichtung, die angeordneten Massnahmen regelmässig zu überprüfen und das Kind je nach Alter und Entwicklung bei den Entscheidungen miteinzubeziehen. Speziellen Schutz und Unterstützung benötigen die unter dem vorhergehenden Punkt aufgeführten Gruppen von Kindern, die von Misshandlung und Ausbeutung betroffen sind. 

Lesen Sie weiter:

Die UN-KRK im Wortlaut.

«Warum kommt Aatifa nicht mehr in die Schule?»

UN-Kinderrechtskonvention:
Art. 28, Recht auf Bildung
Art. 11, Schutz vor rechtswidriger Ausschaffung